Veranstaltungen zum Thema Energieregulierung

Hier finden Sie Veröffentlichungen zu aktuellen und früheren Veranstaltungen.

12. Göttinger Energietagung 22./23. September 2021

Die Bundesnetzagentur und das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) veranstalten am 22. und 23. September 2021 gemeinsam die 12. Göttinger Energietagung zu aktuellen Entwicklungen des Energieversorgungssystems.

Die etablierte Veranstaltungsreihe widmet sich dieses Jahr dem Thema "Verbraucher in der neuen Energiewelt – Handlungsfelder im Markt und Herausforderungen für das Netz".

Geplant ist eine Präsenzveranstaltung in der historischen Paulinerkirche Göttingen. Sollte dies aufgrund der Pandemielage nicht möglich sein, wird die Veranstaltung digital durchgeführt.

Thema

Das Clean Energy Package stärkt in vielen Regelungen den Verbraucher im Sinne einer aktiveren Rolle als Kunde und einer stärkeren Teilhabe an der Energiewende. Verbraucher sollen zu Stromproduzenten, Lieferanten oder Speicherbetreibern werden. Mit diesen neuen Verbrauchertypen verändert sich die Akteurslandschaft auf den europäischen Energiemärkten. Daneben erhalten Verbraucher neue Rechte, zum Beispiel den Anspruch auf einen dynamischen Stromtarif. Umgekehrt wird auch diskutiert, Verbrauchern neue Pflichten zu netzdienlichem Verhalten aufzuerlegen. Damit stellen sich für die Strom- und Gasnetze und somit auch für die Regulierung neue Herausforderungen.

• Führt Verbraucherpartizipation zu einer höheren Akzeptanz oder eher zu einer Optimierung einzelner Gruppen?

• Können oder müssen Verbraucher zur optimierten Netznutzung beitragen?

• Wann und in welchen Formen ist der Schutz von Verbrauchern von besonderer Bedeutung?

Die 12. Göttinger Energietagung stellt diese Fragen und beleuchtet sie aus der Perspektive unterschiedlicher Akteure. Neben Vorträgen unter anderem zu Anforderungen an die Qualität der Netzdienstleistungen und an den Verbraucherschutz, zur Netzentgeltsystematik in der neuen Verbraucherwelt sowie zur Rolle von Energiegemeinschaften werden wieder vertiefende Fachforen angeboten. Darin können der Einfluss von Prosumer-Anlagen auf das Netz, der Wert von datenbasierten Geschäftsmodellen für den Verbraucher sowie die Wirkungen von dynamischen Stromtarifen auf Markt und Netz intensiv diskutiert werden.

Hier finden Sie das vollständige Programm Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN).

Wir informieren Sie hier regelmäßig über den Planungsstand.

Aktueller Hinweis: Veranstaltung wird verschoben - 5. Forum Marktraumumstellung 1. April 2020

Das 5. Forum Marktraumumstellung kann nicht wie geplant am 1. April 2020 in Bonn stattfinden. Derzeit stimmen wir mit allen Beteiligten einen neuen Termin für die Veranstaltung im Herbst ab. Wir werden Sie an dieser Stelle und über unseren Emailverteiler über alles Weitere informieren.

Die Marktraumumstellung nimmt aktuell deutlich Fahrt auf. Wir befinden uns im letzten Jahr vor dem Erreichen des Umstellplateaus von 500.000 und mehr Geräten pro Jahr. Die Umstellung der ersten größeren Bereiche ist abgeschlossen, die Umstellung weiterer Großstädte steht unmittelbar bevor.

Welche Erfahrungen wurden gemacht, welche neuen Herausforderungen haben sich ergeben?
Die Bundesnetzagentur möchte auch in diesem Jahr wieder mit allen Beteiligten über den Fortgang der Marktraumumstellung diskutieren und informieren.

Beginn: 10:00 Uhr (Registrierung ab 09:30 Uhr)
Ende: ca. 16:30 Uhr

Ort: Wissenschaftszentrum
Ahrstraße 45, 53175 Bonn

Agenda 2020 (pdf / 93 KB)

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

11. Göttinger Energietagung 8./9. Mai 2019

Die Bundesnetzagentur und das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) veranstalten im Mai 2019 gemeinsam die 11. Göttinger Energietagung.

Die etablierte Veranstaltungsreihe widmet sich am 8. und 9. Mai 2019 in der historischen Paulinerkirche dem Thema Sektorenkopplung - die Rolle der Netzbetreiber

Über Sektorenkopplung wird derzeit viel gesprochen. Denn zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen kann die Stromwirtschaft wegen des bereits hohen Anteils an erneuerbaren Energien auch in den Sektoren Wärme, Verkehr und Industrie einen wesentlichen Beitrag leisten.

Für die gesamte Energiewirtschaft, aber insbesondere für die regulierten Strom- und Gasnetze und auch für den Regulierer stellen sich neue Fragen und Herausforderungen, die es zu lösen gilt: Welche Anforderungen stellt die Sektorenkopplung an die Strom- und Gasnetze? Welche Rolle hat der Netzbetreiber und welche Rollen haben die Marktakteure? Wie müssen Entgelte und Umlagen gestaltet werden, damit Sektorenkopplung nicht behindert wird?

Die Göttinger Energietagung stellt diese Fragen und beleuchtet sie aus der Perspektive unterschiedlicher Akteure.

Die Tagung richtet sich an Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Beratern, Behörden und aus der Wissenschaft. Als Arbeitstagung strebt sie disziplinübergreifende, praxistaugliche Diskussionsbeiträge und Impulse an.

Workshop "Welche Möglichkeiten bietet der wettbewerbliche Messstellenbetrieb für Verbraucher?" (MsbG) 5. Juni 2018

Die Bundesnetzagentur hat am 5. Juni 2018 in Bonn einen Workshop zum wettbewerblichen Messstellenbetrieb und den Nutzen für den Verbraucher veranstaltet.

Der Fokus der Veranstaltung lag auf Diskussionen zu den Themen des wettbewerblichen Messstellenbetriebs, also der Kombination von Vertrieb und Messstellenbetrieb sowie den Chancen und Risiken für Verbraucher. Die Teilnehmer des Workshops forderten u.a., Stromtarife für den Verbraucher im Hinblick auf den Messstellenbetrieb zukünftig besser vergleichbar zu machen.

Unter den Teilnehmern waren Verbraucherverbände, Unternehmen der Energiebranche und Vergleichsportale. Impulsvorträge beschäftigten sich mit den Herausforderungen der aktuellen Gesetzeslage und die verschiedenen Marktteilnehmer - wie Dienstleister und Gerätehersteller - berichteten über die bisherigen Erfahrungen im Markt.

Die Vorträge finden Sie hier.

Grundlagen und Herausforderungen durch das MsbG - Kristina Heitmann, Christina Bleffert (BNetzA) (pdf / 1 MB)
Neue Vertragskonstellationen - Jens Lück (BNetzA) (pdf / 533 KB)
Smartmetering - Ängste, Hoffnungen, Standpunkte - Fabian Fehrenbach (VZ Rheinland-Pfalz) (pdf / 160 KB)
Erfahrungen (und Gedanken) eines verständigen Verbrauchers - Jörg Geurink (EHA Energie-Handels-Gesellschaft) (pdf / 1 MB)
Welche Möglichkeiten bietet der wettbewerbliche Messstellenbetrieb für Verbraucher? - Jens Butz (devolo) (pdf / 1 MB)


3. Forum Marktraumumstellung 18. April 2018

Am 18. April 2018 veranstaltete die Bundesnetzagentur im Haus der Geschichte Bonn das 3. Forum Marktraumumstellung.

Die Veranstaltung richtete sich an betroffene Netzbetreiber, Anpassungsdienstleister, Gasgerätehersteller sowie Verbände, Behörden und sonstige Interessierte.

Im Rahmen der Marktraumumstellung von L- auf H-Gas müssen bis 2030 ca. 30 Prozent des deutschen Erdgasmarktes auf die neue Gasqualität umgestellt werden. Betroffen sind über 100 Netzbetreiber und rund 4 Mio. Netzanschlüsse in Nordwest- und Westdeutschland.

Agenda (pdf / 461 KB)

Gegenstand des 3. Forums Marktraumumstellung waren sowohl Vorträge über die aktuellen Entwicklungen der L-Gas-Förderung in den Niederlanden als auch aktuelle Fragestellungen aus Sicht der Branche. Die Netzbetreiber referierten über die Planungen und Entwicklungen der Marktraumumstellungen sowie über ihre Erfahrungen bei der konkreten Anpassung der Netzbereiche vor Ort. Verbandsvertreter und Industriekunden erhielten die Gelegenheit, über aktuelle Herausforderungen zu berichten.

Vorträge
Status Marktraumumstellung aus Sicht der FNB Gas - Frank Harlacher, Thorsten Schuppner (OGE) (pdf / 1 MB)
Vorzeitige Umstellung der RheinEnergie-Kraftwerke - Isabella Dornhausen-Seemann, Elena Lingen (pdf / 1 MB)
MRU aus Sicht des Verbraucherschutzes - Tiana Preuschoff, Marktwächter Energie/VZ Niedersachsen (pdf / 623 KB)
Stand der Überarbeitung des DVGW-Regelwerks / Status der Anpassungsdatenbank - Frank Dietzsch, DVGW e.V. (pdf / 2 MB)

10. Göttinger Energietagung 14./15. März 2018

Die Bundesnetzagentur und das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) veranstalten im März 2018 gemeinsam die 10. Göttinger Energietagung.

Die etablierte Veranstaltungsreihe widmet sich im Jubiläumsjahr 2018 am 14. und 15. März in der historischen Paulinerkirche dem Thema

Ausschreibungen – „Allzweckwerkzeug“ der Regulierung!

Hier finden Sie das vollständige Programm und Anmeldeinformationen.

Ausschreibungen prägen immer weitere Bereiche der Energiewirtschaft und erscheinen dabei hin und wieder als „Allzweckwerkzeug“ der Regulierung. Sie sollen wettbewerblich ausgestaltet sein und einen wettbewerblichen Markt hervorbringen. Viele Akteure sollen sich in einem transparenten Verfahren beteiligen. Die Realisierung soll im vorgesehenen Zeitrahmen erfolgen.

Aber können diese Ziele immer alle zugleich erreicht werden? Wann widersprechen sie sich? Welche Ziele sind in den verschiedenen Bereichen sinnvoll und vordringlich? Und wann eignet sich welches Ausschreibungsdesign? Was sind die Neuerungen bei EE- und KWK-Ausschreibungen? Welche Systemdienstleistungen können in Zukunft ausgeschrieben werden? Die Göttinger Energietagung stellt diese Fragen und beleuchtet sie aus der Perspektive verschiedenster Akteure.

Als Mitwirkende haben bislang zugesagt: Prof. Achim Wambach, Ph.D. (ZEW und Monopolkommission), Peter Franke (Bundesnetzagentur), Prof. Gerard L. Doorman, Ph.D. (Norwegian University of Science and Technology und Statnett), Claudia Gellert (Statkraft), Ulrich Janischka (TransnetBW), Dr. Corinna Klessmann (Ecofys), Dr. Oliver Koch (Europäische Kommission), Dr. Nico Nolte (Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie), Peter Stratmann (Bundesnetzagentur) sowie Achim Zerres (Bundesnetzagentur).

Die Tagung richtet sich an Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Beratern, Behörden und aus der Wissenschaft. Als Arbeitstagung strebt sie disziplinübergreifende, praxistaugliche Diskussionsbeiträge und Impulse an.

Internationaler Workshop der Energieregulierer zur Bewertung der Endkundenmärkte 10./11. Oktober 2017

Die Bundesnetzagentur hat am 10. und 11. Oktober 2017 zusammen mit dem Council of European Energy Regulators (CEER) in Berlin zu einem internationalen Austausch über die Entwicklung der Endkundenmärkte im Energiebereich eingeladen.

Ziel dieses Workshops war der Erfahrungsaustausch der zuständigen Regulierungsbehörden bezüglich der Möglichkeiten, die Entwicklung der Endkundenmärkte hin zu einem verbraucherfreundlichen, wettbewerblichen und digitalen Markt zu beobachten. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Erarbeitung und Weiterentwicklung geeigneter Indikatoren, um eine realistische Einschätzung der Marktentwicklung vornehmen zu können, sodass bei punktuellen Defiziten rechtzeitig regulatorische Maßnahmen ergriffen werden können.

Monitoring des Marktes und Verbraucherschutz in Deutschland auf sehr hohem Niveau

An dem Treffen nahmen Vertreter von dreizehn europäischen Regulierungsbehörden teil. Darüber hinaus waren auch Vertreter der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) anwesend. In der Fachdiskussion zeigte sich deutlich, dass das Monitoring des Marktes und der Verbraucherschutz im Energiebereich in Deutschland auf sehr hohem Niveau sind und das dritte Energiebinnenmarktpaket diesbezüglich in Deutschland vorbildhaft umgesetzt wurde.

Digitalisierung der Energiemärkte schafft neue Herausforderungen

Am zweiten Tag wurden insbesondere zukünftige Aufgaben und Herausforderungen bezüglich der Marktbeobachtung und Transparenz diskutiert. Ein Kernthema dabei waren die Veränderungen, welche die Digitalisierung auf den Endkundenmärkten anstößt und wie die Regulierungsbehörden diese Entwicklungen beobachten und lenken. Es zeigte sich, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in diesem Feld sehr unterschiedliche Ansätze wählen, was zum Beispiel die Datenverarbeitung und das Monitoring von intelligenten Energiesystemen betrifft. Hierin sehen die zuständigen Regulierungsbehörden große Herausforderungen für die Zukunft, insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussionen um das „Clean Energy for all Europeans“-Paket der Europäischen Kommissionen. In dessen Rahmen soll für den Verbraucher ein höchstmögliches Maß an Transparenz auch im digitalen Bereich geschaffen werden.

Weitere Informationen zu diesem Workshop finden sich auf der Seite des CEER: www.ceer.eu

9. Göttinger Energietagung 9. und 10. Mai 2017

Die Bundesnetzagentur und das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) veranstalten im Mai 2017 gemeinsam die 9. Göttinger Energietagung. Die etablierte Veranstaltungsreihe, die sich seit 2009 mit aktuellen Fragen zur Entwicklung der Energieversorgungsnetze befasst, widmete sich in diesem Jahr dem Thema

Digitalisierung der Energiewirtschaft - Welche Substanz hat eine Wolke?

Die Göttinger Energietagung richtet sich an Vertreter von Unternehmen, Verbänden, Beratern, Behörden und Wissenschaft. Als Arbeitstagung strebt sie disziplinübergreifende, praxistaugliche Diskussionsbeiträge und Impulse an.

Über kaum ein Thema wird so viel gesprochen wie über die Digitalisierung – auch in der Energiewirtschaft.

Es ergeben sich neue Chancen und Herausforderungen für die einzelnen Marktteilnehmer wie auch für die Funktion des Energieversorgungssystems insgesamt. Vieles bleibt „wolkig“. Zugleich muss überprüft werden, inwieweit der regulatorische Rahmen einer Anpassung bedarf.

Im Rahmen der diesjährigen Göttinger Energietagung werden daher in drei Themenblöcken die konkret absehbaren Auswirkungen der Digitalisierung untersucht auf die

  • Gestaltung und Funktionsweise von Märkten,
  • Informationssicherheit und Resilienz des digital vernetzten Energieversorgungssystems,
  • regulatorischen Instrumente der Entflechtung und Kostenregulierung

Ziel der Tagung ist ein besseres Verständnis der aktuellen Bedeutung von Digitalisierung für die einzelnen Akteure und Abläufe in der Energiewirtschaft. An welchen Stellen und für wen zeichnen sich Änderungen ab? Neben den vielen „vorstellbaren“ Entwicklungen möchte die Tagung auch Impulse zu ganz konkreten Instrumenten der Regulierung des Sektors im Lichte der digitalen Veränderung geben. Neben den Plenarvorträgen werden drei vertiefende Fachforen zu möglichen Potenzialen der Digitalisierung angeboten.

Sie befassen sich mit der

  1. Blockchain-Technologie: was kann diese Technologie für die Energiewirtschaft wirklich leisten?
  2. Veränderung der Betriebsführung der Energiewirtschaft, insbesondere bei Netzbetreibern – was wird effizienter, was wird teurer?
  3. Entwicklung neuer Produkte am Beispiel der Wohnungswirtschaft und Quartierslösungen, wo eine Verknüpfung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilitätzunehmend real erscheint.

Außerdem wird ein Podiumsgespräch Thesen von Referenten und Teilnehmern zu den Herausforderungen der Digitalisierung weiter analysieren.

Als Mitwirkende haben bisher zugesagt:
Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Beck (TU Clausthal/EFZN), Thomas Dederichs (BDEW), Prof. Dr.-Ing. Bernd Engel (TU Braunschweig/EFZN), Peter Franke (BNetzA), Alexander Frechen (BNetzA), Dr. Wolfgang Fritz (consentec), Sandro Gleave (Bundeskartellamt), Prof. Dr. Sebastian Lehnhoff (OFFIS-Institut), Gero Lücking (LichtBlick), Andy Neidert (BNetzA), Dr. Axel von Perfall (PwC), Jörn Schneeweisz (Recurity Labs GmbH), Tilman Schwencke (BDEW), Achim Zerres (BNetzA).

2. Forum Marktraumumstellung 26. April 2017

Am 26. April 2017 hat die Bundesnetzagentur das 2. Forum Marktraumumstellung im Wissenschaftszentrum in Bonn veranstaltet.

Die Umstellung von L-Gas auf H-Gas ist das größte Projekt der deutschen Gasindustrie in den nächsten Jahren.

Ursache hierfür ist die rückläufige Produktion von Erdgas aus deutschen und niederländischen Quellen.

Circa 25% der deutschen Verbraucher mit der gleichen Quote am Erdgasverbrauch sind von dieser Marktraumumstellung von L- auf H-Gas betroffen. Regional gesehen ist insbesondere der nordwestdeutsche Raum und hier insbesondere die Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gaswirtschaftlich betroffen. Wirtschaftlich sind alle deutschen Gastransportkunden belastet, da die Marktraumumstellungskosten bundesweit auf alle Gaskunden gewälzt werden.

Die Marktraumumstellung stellt diverse Akteure, wie z. B. Netzbetreiber, Händler, Speicherbetreiber und Heizungs-, Sanitär und Installationsunternehmen, aber auch die Letztverbraucher im Haushalts- und Kleingewerbetreibenden-Segment sowie die industriellen Gasanwender vor Herausforderungen. Hierbei zeigt sich ein erheblicher Informationsbedarf. Um diesem Bedürfnis zu genügen, hat die Bundesnetzagentur nach 2016 zum zweiten Mal eine ganztägige Informations- und Diskussionsveranstaltung mit über 150 Teilnehmern von allen betroffenen Stakeholdern veranstaltet.

Wir stellen Ihnen hier die Agenda und die jeweiligen Vorträge der Referenten zur Verfügung.

Agenda 2. Forum Marktraumumstellung (pdf / 203 KB)


L-gas in the Netherlands: current situation and future outlook
Vortrag von Wim van 't Hof, Ministerie van Economische Zaken, Niederlande (pdf / 792 KB)

Status der Marktraumumstellung aus Sicht der Fernleitungsnetzbetreiber
Vortrag von Thorsten Schuppner, Open Grid Europe GmbH, Dr. Malte Grunwald, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH (pdf / 1 MB)

Die Marktraumumstellung im Lichte des neuen § 19a EnWG
Vortrag von Dr. Gerrit Volk, Referatsleiter, BNetzA (pdf / 199 KB)

Stand der Umsetzung der neuen Anforderungen aus § 19a EnWG (Kooperationsvereinbarung, etc.)
Vortrag von Dr. Michael Kleemiß, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (pdf / 227 KB)

Marktraumumstellung – Herausforderungen für die Industrie
Vortrag von Annette Buchem, Hydro Energy (pdf / 1 MB)
Vortrag von Dr. Steffen Wissel, auf Evonik Technology & Infrastructure GmbH (pdf / 1 MB)


Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail: marktraumumstellung@bnetza.de

Hier geht es zu unserer Internetseite Antworten auf Verbraucherfragen.

Stand: April 2017

Marktdialog zur Weiterentwicklung der deutschen  Gasmarktgebiete 3. November 2016

Öffentlicher Workshop am 3. November 2016

Am 3. November 2016 lädt die Bundesnetzagentur im Rahmen des Marktdialogs zur Weiterentwicklung der deutschen Gasmarktgebiete zu einem öffentlichen Workshop ein. Dieser findet im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Bonn statt.

Ziel des Dialogs ist die Erörterung der Fragen,

  • ob Maßnahmen zur Steigerung des Wettbewerbs und der Liquidität im deutschen Gasmarkt notwendig sind und
  • in welcher Form diese die deutschen Großhandelsmärkte weiterentwickeln können.

Nähere Informationen zum Marktdialog und dem Workshop finden Sie hier.

Sollten Sie Fragen haben, können Sie diese gerne unter folgender E-Mail-Adresse stellen: Marktgebiete@BNetzA.de

Hintergrund

Das von der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) am 16. Januar 2015 veröffentlichte Gas Target Model II (GTM II) sieht es für die weitere Entwicklung des deutschen und europäischen Erdgasmarktes als bedeutsam an, die Liquidität der Großhandelsmärkte weiter zu stärken.

Im überarbeiteten GTM II wurden Kriterien für liquide Großhandelsmärkte entwickelt und die derzeit in der EU bestehenden Marktgebiete dahingehend überprüft, ob sie diese erfüllen.

Des Weiteren enthält das GTM II Vorschläge für eine Weiterentwicklung der Handelsmärkte in Fällen, in denen die Kriterien nicht erfüllt sind und mittelfristig voraussichtlich nicht erfüllt werden können. Nationale oder grenzüberschreitende Integrationsprojekte unter Einbeziehung der deutschen Marktgebiete könnten möglicherweise Entwicklungspotentiale aufzeigen,

  • die weitergehenden Wettbewerb schaffen,
  • die Liquidität erhöhen und
  • zur Steigerung der Versorgungssicherheit in Deutschland (und in Europa) beitragen.

Dabei ist zu berücksichtigen, inwieweit diese Effekte auch durch marktgebietsinterne Maßnahmen bereits auf nationaler Ebene erreicht werden können. Bei der Bewertung sämtlicher Maßnahmen sind Kosten und Nutzen im Einzelfall gegeneinander abzuwägen.

Die Bundesnetzagentur hat im Jahr 2015 ein Gutachten mit dem Titel "Gutachten zu Potentialen weiterer nationaler oder grenzüberschreitender Gasmarktgebietsintegrationen sowie den damit verbunden Auswirkungen auf den deutschen Gasmarkt" in Auftrag gegeben. Ziel des Gutachtens war,

  • grenzüberschreitende Gasmarktgebietsintegrationen und
  • die nationale Gasmarktgebietsintegration von NCG und Gaspool

hinsichtlich Markt– und Liquiditätsindikatoren und unter Berücksichtigung von Aspekten der Versorgungssicherheit zu bewerten und in Relation zueinander zu stellen.

Des Weiteren sollte der aktuelle Stand der beiden deutschen Marktgebiete überprüft werden und marktinterne Maßnahmen aufgezeigt werden, die die Liquiditäts- und Marktindikatoren der beiden deutschen Gasmarktgebiete verbessern können. Die Untersuchung hinsichtlich Liquidität und Marktindikatoren basierte auf den ACER-Zielvorgaben, die im Gas Target Model II (GTMII) verankert sind. Außerdem sollten Prüfkriterien entwickelt und angewandt werden, wodurch nötige Harmonisierungsaufwände identifiziert werden können.

Below, you will find a link to an English executive summary of the WECOM study for Bundesnetzagentur on further national or cross-border market integration and its implication for the german gas market:

Summary of the WECOM market integration study for BNetzA (pdf / 1 MB)

Workshop Zuschaltbare Lasten - Nutzen statt Abregeln nach § 13 Abs. 6a EnWG - 7. September 2016

Am 7. September 2016 fand bei der Bundesnetzagentur ein Workshop zu Zuschaltbaren Lasten mit Vertretern von Bundeswirtschaftsministerium, Verbänden, KWK-Anlagenbetreibern, Herstellern von Power-to-HeatAnwendungen und ÜNB statt.

Der Workshop diente dem Austausch der beteiligten Akteure, etablierte ein gemeinsames Verständnis der Regelungen, identifizierte offene Fragen und half Potentiale abzuschätzen, Teilnahmeinteresse auf Seiten der KWK-Anlagenbetreiber auszuloten und das voraussichtliche ÜNB-Handling des Instrumentes zu erörtern.

Hintergrund

Nach der Verabschiedung des neuen EEG 2017 wird es im Bereich der "Zuschaltbaren Lasten" (auch unter dem Begriff "Nutzen statt Abregeln" bekannt) ein neues Instrument geben. Die neuen Regelungen des § 13 Abs. 6a EnWG sollen helfen, die abzuregelnde EE-Strommenge zu vermindern, indem den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) ein zusätzliches Redispatch-Potential aus KWK-Bestandsanlagen im Norden zur Verfügung gestellt wird.

Die Regelung sieht vor, dass die ÜNB mit den Betreibern bestehender KWK-Anlagen in der zukünftig zu definierenden Netzausbauregion Durchführungsverträge abschließen und die Anlagen ähnlich wie im Redispatch bei Netzengpässen heranziehen. Für die Engpassentlastung wird bei Abruf die fossile Wärme- und Strombereitstellung der KWK-Anlage eingesenkt; die fossile wird durch eine elektrische Wärmeerzeugung (Power-to-Heat-Anwendung) substituiert. Damit bewirkt der Abruf der KWK-Anlage eine doppelte Entlastungswirkung: konventionelle Stromerzeugung wird abgesenkt und Power-to-Heat-Verbrauch wird hochgefahren. Die anfallenden Aufwendungen für die Flexibilisierung der KWK-Anlage (Nachrüsten von Power-to-Heat-Anwendungen) werden von den ÜNB erstattet.

Wir stellen Ihnen an dieser Stelle die Präsentationen der Vortragenden zum Download zur Verfügung:

Nutzen statt Abregeln - Überblick über die neue Regelung in § 13 Abs. 6a EnWG - Dr. Volker Hoppenbrock Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (pdf / 49 KB)
KWK-Potenziale in Schleswig-Holstein im Rahmen Zuschaltbarer Lasten - Dr. Markus Hirschfeld Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (pdf / 984 KB)
Erörterung Umsetzung Entwurf des § 13 Abs. 6a EnWG "Nutzen statt Abregeln" - Übertragungsnetzbetreibern 50hertz, amprion, TenneT und TRANSNET BW (pdf / 654 KB)

Nutzen statt Abregeln aus der Sicht der Bundesnetzagentur - Peter Stratmann Bundesnetzagentur (pdf / 639 KB)
Aktueller Stand zum Netzausbaugebiet - Jacob Ficus Bundesnetzagentur (pdf / 210 KB)
Möglichkeiten zur Einbindung des Verteilnetzbetreibers - Bundesnetzagentur (pdf / 31 KB)