On­line-Kommunikations­dienste

Online-Kommunikationsdienste werden im Gegensatz zu klassischen Telekommunikationsdiensten, wie Telefonie oder SMS, über das Internet erbracht. Sie ermöglichen interpersonelle Kommunikation über Funktionen wie beispielweise Internet- und Videotelefonie oder Text-, Bild- und Sprachnachrichten.

Öffentliche Konsultation zur Erhebung von Marktdaten bei Anbietern von nummernunabhängigen interpersonellen Kommunikationsdiensten (NI-ICS)

Mit der Umsetzung des Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation durch Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) werden bestimmte Online-Kommunikationsdienste, wie Messaging-, Internet- und Videotelefoniedienste sowie E-Mail-Dienste, seit dem 1. Dezember 2021 in Teile des Regulierungsregimes einbezogen. Ziel ist es, chancengleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen internetbasierten Diensten und klassischen Telekommunikationsdiensten herzustellen, insbesondere in den Bereichen Verbraucherschutz und öffentliche Sicherheit. Unter bestimmten Voraussetzungen können zudem Interoperabilitätsverpflichtungen für bestimmte Online-Kommunikationsdienste (beispielsweise für Messengerdienste) angeordnet werden.

Verbraucherbefragung 2021

Ergebnisse einer repräsentativen Verbraucherbefragung zur Nutzung von Online-Kommunikationsdiensten sind die Basis für Marktbeobachtung und Verbraucherschutz der Bundesnetzagentur.

Ergebnisse 2021 (Auswahl)

Nutzungsanteile
Die beliebtesten Online-Kommunikationsdienste in Deutschland erreichen folgende Nutzungsanteile: 93 Prozent WhatsApp (2019: 96 Prozent), 39 Prozent Facebook Messenger (2019: 42 Prozent), 25 Prozent Instagram Direct Messages (2019: 30 Prozent), 20 Prozent Skype/Skype for Business (2019: 18 Prozent) und 18 Prozent Zoom (2019: k. A.).

Interoperabilität von Messengerdiensten

Die Bundesnetzagentur hat ein Diskussionspapier zur Interoperabilität zwischen Messengerdiensten (pdf / 988 KB) veröffentlicht.
Auch in englischer Sprache verfügbar: Interoperability between messaging services (pdf / 1 MB) .

Alle Marktteilnehmer und interessierten Kreise sind eingeladen, ihre Einschätzungen zum Diskussionspapier per E-Mail: 121-postfach@bnetza.de abzugeben.

Interoperabilitätsverpflichtungen können einerseits neue Wettbewerbsimpulse setzen. Andererseits können sich, je nach Ausgestaltung der Verpflichtungen, Herausforderungen beispielweise in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit ergeben.
Das im Dezember 2021 erschienene Diskussionspapier bietet einen Überblick über verschiedene technische Interoperabilitätsansätze bei Messengerdiensten. Zudem werden anhand von Leitfragen der Bedarf nach Interoperabilität analysiert sowie die vielfältigen Auswirkungen möglicher Interoperabilitätsverpflichtungen betrachtet.